
|
|
Der Musikverein Balgach am Eidgenössischen Musikfest in St. Gallen
Am Freitag, 24. Juni 2011, galt es für die knapp 30 Musikantinnen und Musikanten des MV Balgachs anlässlich des 33. Eidg. Musikfestes in St. Gallen ernst. Nach über 50 Jahren nahm der Musikverein wieder einmal an diesem Grossanlass teil.
MV Balgach 76.33 Punkte in der Parademusik
Militärisch pünktlich um 13.01 Uhr stiegen die Mitglieder am Bahnhof Heerbrugg in den Bummler nach St. Gallen. Nach der Ankunft wurden die Instrumente zum Instrumentendepot gebracht. Anschliessend machten sich die MVBler, ihr Dirigent Timo Harmann und die beiden Begleitpersonen Nicole und Fabio auf den Weg in Richtung Parademusikstrecke. Eingespielt und einmarschiert wurde in den Gassen von St. Gallen. Um 15.56 hiess es dann „Musik richten, Achtung! vorwärts Marsch!“. Den zahlreich erschienen Fans und Zuhörern wurde mit voller Stolz der Marsch „Schönes Prag“ vorgetragen. Am Ende der Parademusikstrecke „Paul Huber“ wurde der goldige „Eidg. Kranz 2011“ in Empfang genommen und an den Fahnen gehängt. Gespannt warteten die MVBler auf die Resultate. Nach kurzer Wartezeit ertönte es aus den Lautsprechern: „Musikverein Balgach 76.33 Punkte“. Die MVBler waren stolz auf Ihre Leistung, da sie auch mit grösseren Vereinen mithalten konnten. Nach der Parademusik hatte jeder ein wenig Zeit zur freien Verfügung. Einige lauschten gespannt den andern Vorträgen zu, andere verköstigten sich mit kleineren und grösseren Leckereien. Um 17.30 Uhr besammelten sich die Balgacherinnen und Balgacher wieder, um gemeinsam zum Einspiellokal in die „alte Kreuzbleichehalle“ zu fahren. Gekonnt führten uns unsere beiden Reisebegleiter dorthin. Innerhalb von 30 Minuten wurde das Instrument eingespielt und richtig gestimmt. Jetzt galt es ernst: der Weg zur Lokremise war nicht weit. Die Helfer warteten schon und führten die MVBler in den Instrumentenraum. Als sie kurz vor sieben die Mundstücke ihrer polierten Instrumente an die Lippen setzten, waren alle zu allem und noch mehr bereit. «Quingenti» hiess das Pflichtstück, «Rhapsodia» die Kür. Zwei geniale, aber auch anspruchsvolle Stücke. Gespannt, was die gezeigte Leistung gebracht hatte, warteten die Balgacher auf das Resultat. Mit einem Durchschnitt von 70 im Pflichtstück und einem von 71 im Selbstwahlstück war die Enttäuschung gross, hatte doch jeder etliche Stunden in das Proben investiert. Nur schon die Teilnahme an einem solchen Grossanlass wird aber jedem in guter Erinnerung bleiben. Nachher machten sich alle auf in Richtung Festmeile. Hier waren gegen 12.00 Uhr schon etliche Musikantinnen und Musikanten aus der ganzen Schweiz eingetroffen, auch sie mit der Absicht, sich vor oder nach ihrem Wettspielauftritt fest oder flüssig zu verköstigen. Zürcher, Berner, Romands, Walliser. Zackige Uniformen, lässige Kopfbedeckungen, knallige Farben – es gab viel zu sehen und zu hören in den verschiedenen Zelten und Lokalen. Bis spät in den Abend hinein wurde das Fest genossen.
Das Tüpfelchen auf dem i
Am Sonntag wartete für die MVBler noch das Tüpfelchen auf dem i Ihres EMF 2011, das Mittagskonzert im „Spelterinizelt“. Gemeinsam reisten sie von Balgach nach St. Gallen. Anschliessend wurden die Instrumente beim Instrumentendepot abgeholt und eingespielt. Mit vollem Engagement präsentierten sich die Balgacherinnen und Balgacher vor über 500 Festbesuchern. Nach dem Konzert ging der ganze Verein zum Fotoshooting und anschliessend in die „Olma Halle 2.1“. Dort wurden sie mit einem feinen Mittagessen verwöhnt. Nach dem Mittagessen konnte jeder einzelne noch im Festgelände verweilen, bis es wieder hiess „Abfahrt Richtung Heerbrugg“. Am Heerbrugger Bahnhof wurden die Musikantinnen und Musikanten gebührend von den Balgacher-Vereinsdelegationen empfangen. „Gewaltig!“ hiess es von einigen Musikanten, „Gänsehaut-Feeling“ von den anderen. Mit klingendem Spiel marschierte der MV Balgach durch Balgach in Richtung Sportanlage. Bei der Sportanlage wurden sie von weiteren Fans empfangen. Bei einem gemeinsamen Apéro wurde das Eidgenössische Musikfest 2011 ausgeklungen.
|